Filmkritik: KLK an PTX – Die Rote Kapelle beim 10. TODD-AO 70mm-FESTIVAL in der Schauburg

Es gibt selten Filme mit diesem Format, weil ein großer Aufwand betrieben werden muss, sie herzustellen. Ich bin keine Kennerin, war jedoch zu einem Titel in der Schauburg, in der an 3 Tagen sogar ein ganzes Festival, Verpflegung inklusive, dieser Gattung stattfand. Unter anderem wurden 2001-A Space Odyssey, Alamo und die Actionheros von Stirb langsam I+II gezeigt.

Im Saal saß ich mit vor allem älteren, etwas verschroben wirkenden Herren, die von Englisch über Schwäbisch und Schweizerdeutsch alles sprachen, sowie Erkennungskärtchen an Bändern um den Hals trugen.

Mich interessierte der DEFA-Film von 1970: KLK an PTX – Die Rote Kapelle, der auch teils an Originalschauplätzen wie Brüssel und in den Alpen gedreht wurde. Im Film geht es um die als Rote Kapelle bekannte Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus. Der Name ist eine Bezeichnung der Gestapo, da ihre ca. 150 Mitglieder gemeinsam Informationen sammelten und per Morsecode v.a. in die UdSSR übermittelten. Das Besondere an dieser Vereinigung war, dass sich ihre Mitglieder aus sehr unterschiedlichen Klassen und sozialen Schichten zusammensetzten. Verhaftet und umgebracht wurden fast alle Mitglieder dieser Gruppe nach deren Auffliegen 1942.

Insgesamt gab der Film einen guten Überblick über die Aktionen der Gruppe. Ob es allerdings Absicht war, dass einer der Protagonisten seinen Pullover mit V-Ausschnitt verkehrt herum trug gibt mir immer noch Rätsel auf.

Für weitere Informationen siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Harro_Schulze-Boysen

Mini Malör

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